Norbert van Handel

verheiratet 1968 mit Maria Elisabeth Freiin von Gagern,
Söhne Paul-Anton und Georg

Studium: Jus, Wirtschaftswissenschaften und Geschichte an den Universitäten von Innsbruck und München, promoviert zum Dr.jur. 1965.

1967 Leiter des Büros des Kammeramtsdirektors der Handelskammer OÖ, Mitglied des Stabes des Bundesministers für Bauten und Technik Dr. Vinzenz Kozina,

1972 Referatsleiter in der Wirtschaftskammer OÖ

1972 Gründung und Entwicklung der Bundesabfallbörse,

1972 Gründungs- und Vorstandsmitglied des IMAS-Institutes,

1973 im Bereich von Energie- und Rohstofffragen zeitweise Leiter österreichischer Delegationen b. OECD (Paris), Europarat (Straßburg), ECE (Genf) IHK bei der europäischen Gemeinschaft (EG),

1980 Gründung. u. Aufbau d.GEMA (Gesellschaft für Marktforschung und Marketing), später Fusion mit IMAS und dann verkauft.

1980 Vorstandsmitglied Getränke Holding AG, dann Hopfen & Malz Holding AG. Aufsichtsratsmitglied Brauerei Schwechat AG, BBAG, Linz. 2004 verkauft an Heineken.

1997 Gründung und Geschäftsführung der Firma SA-Invest GesmbH (Schloss Almegg Investment GesmbH), die im alleinigen Familienbesitz ist. Derzeit Seniorgesellschafter.

1997 Partner und Konsulent der World Sound Corporation in Los Angeles.

2003 Partner und head of investors board der Firma BETA RECORDS, Los Angeles.

2009 Gründung der CT-Commtrade GmbH.

2010 AR der Cycleenergy AG

Sonstige Funktionen:

1982-2013 Vizepräsident der Niederländischen Handelskammer in Österreich

Prokurator des St. Georgs-Ordens, ein europäischer Orden des Hauses Habsburg-Lothringen

Auszeichnungen

  • Ritter des königlich niederländischen Ordens van Oranje-Nassau (S.M. der König)
  • Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst (Bundespräsident)
  • Goldenes Verdienstzeichen des Landes OÖ (Landeshauptmann OÖ)
  • Kulturmedaille des Landes OÖ (Landesregierung OÖ)
  • Militär-Anerkennungsmedaille (Bundesministerium für Landesverteidigung)
  • Medaille für Verdienste um den Denkmalschutz (Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung)
  • Ehrennadel der Gemeinde Steinerkirchen a.d Traun

Zur Familie

Die Familie van Handel kam im 13. Jh. aus der Ortschaft Handel in holländisch Nordbrabant und war bis 1806 im Dienste des Deutschen Ordens zuletzt mit Sitz in Mergentheim. In der Folge trat Paul Anton Freiherr von Handel, Ministerresident des deutschen Bundes in Frankfurt, in kaiserliche Dienste. Er und seine Nachfahren waren mit den Herrschaften Hagenau und Almegg erbliche Mitglieder des „ob der ennsischen Herren- und Ritterstandes“. Die Familie diente dem kaiserlichen Haus und ihrer Heimat Österreich in zahlreichen militärischen und politischen Funktionen.

Adresse

4652 Steinerkirchen an der Traun, Schloss Almegg, Austria
Tel.: (07245) 257 92
Fax: (07245) 25792-6
(jeweils werktags von 8.00 bis 12.00 Uhr)
Email: v.handel@almegg.at

Kurzbeschreibung

Norbert v. Handel:

Doppelmord

Sommer 1914: von Sarajevo bis zur Kriegserklärung

„Kaiser Franz Josef war weder ein Kriegstreiber, noch war der Feldzug gegen Serbien ein Rachefeldzug.“ Dieser Satz in der Einleitung ist die Kernaussage des vorliegenden historischen Sachbuchs. Auf knapp 150 Seiten breitet der Autor sorgfältig recherchiertes Beweismaterial für diese, seine These aus, wonach der greise Monarch noch in den ersten Juliwochen 1914, nach der Ermordung des Thronfolgers Anstrengungen unternahm, den Krieg, den er nicht wollte, zu verhindern. Unter Berufung auf jüngst erschienene Literatur aus dem angloamerikanischen Bereich, vor allem aber auch aus Österreich und Deutschland rückt das Buch die zur Zeit besonders populären Zerrbilder vom starrsinnigen alten Herrn in Schönbrunn zurecht, ist bemüht, dem Langzeitherrscher der Doppelmonarchie historische und menschliche Gerechtigkeit widerfahren zu lassen.

Aus der Flut von Neuerscheinungen über den Ausbruch des Ersten Weltkrieges vor hundert Jahren hebt sich der vorliegende Band in besonderer Weise hervor, die in der Persönlichkeit des Autors begründet ist. Der Jurist und Historiker Norbert v. Handel, wohnhaft in Oberösterreich, ist Prokurator des St. Georgs Ritterordens und bekennt sich zu den Werten der „großen tausendjährigen österreichischen und habsburgischen Idee und ihren Werten der Multinationalität und des Christentums“, die ihrerseits Toleranz und soziale Verantwortung mit einschließen.

In der Familienchronik des Autors finden sich die Namen bedeutender Persönlichkeiten wie Erasmus Freiherr von Handel (1860 bis 1928) letzter Statthalter von Oberösterreich und zweimal k. k. Innenminister sowie Theodor von Hornbostel (1898 bis 1972) im Sommer 1914 österreich-ungarischerVizekonsul in Albanien, später Spitzendiplomat in der Ersten Republik und Dachau-Häftling in der Nazizeit. Persönliche Aufzeichnungen seiner Vorfahren über die Ereignisse, die zumAusbruch desWeltkriegs führten und Gespräche, die der Autor mit Nachfahren des Herrscherhauses Habsburg führte, liefern das Material für eine authentische und mit vielen bisher unbekannten Details gespickte Schilderung der dramatischen 33 Tage vom 28. Juni bis zum 1.August 1914, als das Unheil seinen Lauf nahm.

Der Titel „Doppelmord“, verweist nicht, wie man vielleicht glauben möchte, auf eine kriminalistische Spurensuche. Vielmehr zeichnet das Buch auch ein Bild von der in Sarajewo ums Leben gekommenen Gemahlin des Thronfolgers, Gräfin Sophie Chotek, der späteren Herzogin von Hohenberg. Die Anregung, dieses Buch zu schreiben erhielt der Verfasser von deren Urgroßnichte, Freifrau Christa von Tessin, die in Kilchberg bei Tübingen lebt.

Die lockere Erzählweise, die erfrischend spontane Mixtur historischer Fundstücke und Zitate von Zeitzeugen mit pointierten Urteilen über aktuell erschienene historische Abhandlungen machen das Buch auch für Nichthistoriker zu einer spannenden, leicht verdaulichen Lektüre mit hohem Wissensgewinn. Und als Nebeneffekt könnte diese Innenschau von den Mechanismen, die zur Auslöschung der Habsburgermonarchie führten, heutigen Vordenkern der Europäischen Union brauchbare Erkenntnisse für ihren langen Marsch zu einem, von Außeneinflüssen unabhängigen Vielvölkerstaat moderner Prägung liefern, der sein historisches Erbe und seine kulturelleVielfalt bewahrt.

Bibliographische Angaben

Autor: Norbert v. Handel
Titel: Doppelmord
Sommer 1914: Von Sarajewo bis zur Kriegserklärung
ISBN 978-3-200-03634-5
Edition St. Georg
Eigenverlag Dr. Norbert v. Handel
Almegg 13, 3652 Steinerkirchen
Ladenverkaufspreis: 19,90 Euro (inkl. Mwst)